Gartenschlauchverbot in England

Eine der Assoziationen, die man mit England verknüpft ist ständiger Regen. Dies ist durch die geographische Lage bedingt, als erste Landmasse vom Atlantik aus treibt der Westwind die Wolken auf die Insel, wo es dann regnet. Erstaunlicherweise ist aber die Regenmenge gar nicht so groß: es regent zwar sehr häufig, die Regenmenge ist aber zum Beispiel in Rom größer.

Und ausgerechnet England war jetzt in den Schlagzeilen, aufgrund einer akuten Wasserknappheit in diesem Frühjahr durfte nicht mehr mit Schläuchen bewässert werden.

Bewässerung heißt hier natürlich mit Trinkwasser, hätte man eine Regenwasseranlage, so wäre die Verwendung von Schläuchen natürlich erlaubt, aber die Zahl der Regenwasseranlagen in England ist viel kleiner als in Deutschland.

Aber es zeigt doch deutlich, dass Wasserknappheit kein Problem der südlichen Länder ist, sondern es ist ein globales Problem, das uns alle betrifft. Wenn auch ein vermeintlich regenreiches Land wie England so massive Probleme bekommen kann, dann kann es uns genauso betreffen.

Und die Trockenperioden, die wir z.B. im Frühjahr 2007 oder im Herbst 2011 erlebt haben zeigen, dass auch in Deutschland Wasser keine Ressource ist, die unbegrenzt verfügbar ist.

Wassersparen ist also auch für uns wichtig, sei es durch den bewussten Umgang, durch intakte Leitungen oder durch die Nutzung von Regenwasser, es ist in jedem Fall notwendig.

 

 

Posted in Allgemein, Wasser, Wetter | Tagged | Leave a comment

Weltweite Wasserknappheit

Weltweit sterben jährlich mehr Menschen an verschmutztem Wasser als an Kriegen (Quelle: UNO). Sauberes Wasser ist eine immer knapper werdende Ressource. Das Privileg, einen Wasserhahn zu öffnen und zu wissen, dass das Wasser was da herausfließt ein gesundes Lebensmittel ist, ist keine Selbstverständlichkeit. Wir sollten uns das ab und zu klar machen. Und wir müssen auch mit gutem Beispiel vorangehen, was das Wassersparen betrifft. Auch wenn bei uns Wasser noch kein knappes Gut ist, haben wir die meteorologischen und technologischen Möglichkeiten um unseren Wasserverbrauch zum Beispiel mit einer Regenwasseranlage deutlich zu reduzieren.

 

Posted in Allgemein, Wasser | Leave a comment

Weltwasserforum

 

Seit 1997 trifft sich das Weltwasserforum alle drei Jahre, vom 12. bis 17. März 2012  in Marseille somit zum 6. Mal. Wasser ist weltweit eine immer knapper werdende Ressource und dies ist die weltweit größte Veranstaltung zu dem Thema. Hier ist die Webseite des Weltwasserforums.

Posted in Allgemein, Wasser | Leave a comment

Ein frohes neues Jahr!

Allen Lesern des Blogs, allen Kunden von faktor technik und allen Regenwassernutzern wünschen wir an dieser Stelle ein frohes neues Jahr!

Posted in Allgemein | Leave a comment

Der Winter kommt

Der Garten ist winterfest, aber ist es die Regenwasseranlage auch? Wichtig ist, alle oberirdischen Leitungen und Behälter zu entleeren, damit sie beim ersten Frost nicht zerstört werden. Auch aus Außenzapfstellen sollte man das Wasser herauslaufenlassen, es sei denn, man hat eine moderne Außenzapfstelle, die im Gebäude abgesperrt werden.

Man bedient einen solchen Hahn genauso wie einen herkömmlichen, aber am Knauf ist eine lange Welle und die Absperrung erfolgt im Haus, also im frostsicheren Bereich. Dies ist eine einfache und elegante Lösung, man kann dem Winter gelassen entgegen sehen.

Posted in Allgemein, Wetter | Leave a comment

Trinkwassereinspeisung in eine Regenwasseranlage

Wenn ich Interessenten die Technik einer Regenwasseranlage erläutere, kommt dann irgendwann auch das Thema Trinkwassereinspeisung. An dieser Stelle ernte ich zunächst verwunderte Blicke: Warum gehört eine Trinkwassereinspeisung zu einer seriösen Regenwasseranlage, warum sollen wir Trinkwasser in die Regenwasserzisterne einspeisen? Die gesamte Regenwasseranlage dient ja nur einem einzigen Zweck: Trinkwasser sparen. Warum sollen wir also Trinkwasser dahin fließen lassen wo sonst Regenwasser ist.

Mit der Regenwasseranlage werden im Haus Toilettenspülung und Waschmaschine versorgt. Wenn die Zisterne einmal leer ist, dann sollen trotzdem alle Verbraucher, also Tooilettenspülung und Waschmachine weiter funktionieren, ohne dass dazu ein manueller Eingriff erforderlich wäre.  Dazu ist es notwendig, auf eine andere Wasserqualität zurückzugreifen, wenn kein Regenwasser mehr vorhanden ist. Dies ist dann in der Regel Trinkwasser.

Eine automatische Trinkwassereinspeisung funktioniert so, dass bei fast leerer Zisterne (Füllstand ungefähr bei 30 cm) entweder Trinkwasser über einen freien Auslauf in die Zisterne fließt oder über einen kleinen Zwischenbehälter in die Pumpe.

Auf keinen Fall darf die Regenwasserleitung direkt mit der Trinkwasserleitung verbunden werden. Dies untersagt der Gesetzgeber zum Schutz des Trinkwassers strikt. Eine feste Verbindung, auch wenn sie mit Rohrtrenner oder Rückschlagventil ausgestattet ist, ist auf jeden Fall gesetzwidrig.

Falls man auf eine Trinkwassereinspeisung verzichten möchte oder aber die vorhandene Trinkwassereinspeisung außer Betrieb setzt, so wird folgendes passieren: Die Zisterne wird irgendwann leer sein.  Dies muss kein trockener Sommer sein, es kann auch ein strenger Winter oder ein nahezu niederschlagsfreier November sein. Auf jeden Fall wird bei so gut wie allen Anlagen vorkommen, dass die Zisterne einmal leer ist. Dann saugt die Pumpe so lange Wasser, wie es so eben geht. Zum Schluss liegt der Schlauch der schwimmenden Entnahmeleitung auf dem Boden, da wo sich die Sedimentschicht gesammelt hat. Weil der Füllstand der Zisterne immer weiter sinkt saugt die Pumpe auch die Sedimente an, welche dann in der Pumpe oder im Leitungsnetz zu Problemen führen können. Irgendwann aber ist der Luftanteil in der Saugleitung so groß, dass die Pumpe nichts mehr fördert. Bei einer modernen Pumpe mit Schaltautomat wird die Pumpe dann auf Störung gehen und sich abschalten. Um die Pumpe wieder in Betrieb nehmen zu können muss man zunächst die Zisterne und dann die Pumpe und die Saugleitung mit Wasser füllen. Dann muss die gesamte Anlage auf korrekten Betrieb untersucht werden. Bei Pumpen ohne Schaltautomaten wird sich die Pumpe wahrscheinlich gar nicht abschalten und so lange laufen bis man entweder die Stromzufuhr unterbindet oder die Pumpe an Überhitzung zugrunde geht.

So oder so, man handelt sich nur Probleme ein und hat doch letzten Endes nichts gewonnen. Denn für den Betrieb von Toilette und Waschmaschine ist nach wie vor Wasser notwendig. Die Trinkwassereinspeisung ist also nicht dafür da, um Wasser zu vergeuden, sondern nur, um das Trinkwasser möglichst effektiv da zur Verfügung zu stellen, wo es benötigt wird.

Posted in Allgemein | Tagged , , , | Leave a comment

Der trockenste Monat seit 1881

Der November 2011 ist ein Rekordmonat, er ist der niederschlagärmste Monat seit Beginn der Wetteraufzeichnung 1881. Statt durchschnittlich 66 Liter pro m²  fielen nur 3 Liter pro m² Niederschlag. Glücklicherweise kam mit dem Dezember auch der Regen. Die Natur freut sich, die Rheinschiffer auch und die Regenwassernutzer.

Durch die lange Trochenheit sind fast alle Regenwasserspeicher bei Regenwasseranlagen für die Nutzung im Haus leer und die Regenwasseranlagen arbeiten im Trinkwasserbetrieb. Die Einspeisung von Trinkwasser ist also kein überflüssiger Luxus sondern ein zentraler Baustein einer modernen Regenwasseranlage. Man sollte darauf bei der Planung der Anlage nicht verzichten.

Posted in Allgemein, Wetter | Tagged , , | Leave a comment

Wie können wir die Welt ändern?

Wir müssen den Umgang mit uns zur Verfügung stehenden Ressourcen ändern, wir müssen verantwortungsvoller mit der Welt umgehen, wir müssen mehr auf die Nachhaltigkeit unseres Handelns achten.

Schon klar, aber wer sind „wir“? Wer muss sich ändern? Jeder einzelne? Die Menschheit?

Der Philosoph Richard David Precht hat dazu einen spannenden Ansatz: Wenn der Einzelne etwas ändert ist das gut und richtig, ändert aber nicht die Welt. Andererseits gibt es nicht das Kollektiv „Menschheit“. Man kann also nicht einfach die „Menschheit“ und ihr Verhalten ändern. Precht`s Idee ist es, dass man Milieus schaffen muss, in denen geändertes Verhalten gelebt wird. Als Beispiel beschreibt er ein Szenario, dass Pensionäre Schülern unentgeltlich Nachhilfeunterricht geben. Das ist sinnvoll, tut den Schülern gut und den Pensionären nicht weh, im Gegenteil, es gibt ihnen Erfolgserlebnisse. Wenn nun im Rotary-Club fast alle dies tun, ist es schwer, sich davon nicht anstecken zu lassen und selbst mitzumachen. Und diese Ansteckung die von diesen Milieus ausgeht ist nach Precht`s Einschätzung der Weg, wie man die Welt ändern kann.

Wenn also ich beim Neubau eine Regenwasseranlage einbauen lasse und mein Nachbar sieht das, und zieht mit und dessen Nachbar auch usw. dann haben wir letzlich die Situation, dass viel kostbares Trinkwasser gespart werden kann und die Auswirkungen von Starkregenereignissen spürbar verkleinert werden können.

Dass wir also in kleinen Schritten die Welt ändern.

Posted in Allgemein | Tagged , | Leave a comment

Energiesparen wird in Amerika hip?

Früher hießen MP3 Player MP3 Player. Dann kam Apple. Seitdem heißen MP3 Player iPod. Das wohl beliebteste Smartphone ist das iPhone und der bekannteste Tablet PC heißt iPad. Die Firma mit dem Apfel als Logo schafft es immer Produkte durch innovatives Design und intuitive Bedienung neu zu erfinden.

Einer der Entwickler des iPod, Tony Fadell, hat sich nach seiner Trennung von Apple einem neuen Thema zugewandt: er hat einen intelligenten Wohnraumthermostat entwickelt. Der soll die Heizung und die Klimaanlage steuern und das Energiesparen transparent machen.

Als Techniker finde ich das sehr anspruchsvoll, Heizungen und Klimaanlagen der verschiedensten Hersteller mit einem Universalgerät anzusteuern. Die Programmierung der Logik für die Temperatursteuerung ist da noch das kleinste Problem. Aber die eigentliche Leistung ist die, durch ein Gerät, was toll aussieht, sich kinderleicht bedienen lässt und über ein grünes Symbol die eigene Effektivität signalisiert, einen komplett neuen Markt zu generieren. Wenn dieses Gerät einen ähnlichen Erfolg wie Apple`s Produktpalette hat, dann kann in Amerika viel Energie gespart werden, ohne Einbußen an Komfort oder Lebensqualität.

 

 

 

Posted in Allgemein | Tagged , | Leave a comment

Trockener November

Am 11.10.2011 bei dem Einbau einer Betonzisterne hat es den ganzen Tag geregnet. Die Mütze ist eigentlich zu warm, schützt aber vor nassem Kopf, der Regen kriecht langsam den Rücken runter, auf dem Weg über die Straße hinterlassen die schlammigen Stiefel eine deutliche Spur. Nein, da macht der Regen keinen Spaß.

Seitdem ist das Wetter schön und trocken. Seit 6 Wochen kein Regen. Die regenreichsten Monate sind Juli und August (im 30 jährigen Mittel). Der November ist, obwohl wir ihn als regenreich empfinden, eher ein niederschlagsarmer Monat. Wenn es regnet ist es eher ein nieseliger und daher nicht ergiebiger Regen. Bei einem Sommergewitter kommt schnell eine viel größere Wassermenge zusammen. Aber dieser November ist extrem trocken.

Mittlerweile führt sogar der Rhein ein historisches Niedrigwasser. Diese Trockenheit war für den Einbau der weiteren Zisternen  prima, aber jetzt sollte es auch mal wieder regnen. Nicht nur für die Natur und die Flüsse, auch für die Regenwasseranlagen. Die Zisternengröße wird in der Regel so berechnet, dass eine Trockenperiode von 3 Wochen überbrückt werden kann. Nach 6 Wochen sind vermutlich die meisten Anlagen im Trinkwasserbetrieb. Es ist auch nicht schlimm, wenn ein- zweimal im Jahr die Trinkwassereinspeisung aktiviert wird. Damit wird für den Wasseraustausch in den Leitungen und Zwischenbehältern gesorgt und so einer Verkeimung vorgebeugt. Aber wenn es bald wieder regnet werden wir uns alle freuen, insbesondere die Betreiber der Regenwasseranlagen.

Posted in Allgemein, Wasser, Wetter | Tagged , , , | Leave a comment